Wir sind wieder auf Kur! Wieder im Josefinenhof im Warmbad Villach! Same time, same place. Never change a winning team, wie es so schön heißt.
Der erste Aufenthalt hier vor zwei Jahren hatte uns überzeugt: schöne Lage, schönes Hotel, schönes Zimmer, ausgezeichnete (natürlich auch schöne) Therapeuten, gutes Essen und vor allem das schön warme Maibachl. All das wollten wir wieder erleben. Zwei Dinge hatten sich allerdings geändert. Das Essen und das Maibachl: Das erste wurde besser, das zweite nicht. Es war schön trocken.
Adresse: Kadischenallee 8, 9504 Villach
Website: https://www.josefinenhof.at/
Videobericht
Therapieplan
Gleich beim Check-in wird man daran erinnert, dass man nicht zum Spaß hier ist. Zusammen mit dem Anmeldeformular wird der Therapieplan für den ersten Tag ausgehändigt. Diesmal, und das hat sich gegenüber dem letzten Aufenthalt auch geändert, nicht in Form eines ausgedruckten Zettels, sondern in Form eines ausgedruckten QR-Codes. Die Digitalisierung hat Einzug gehalten.
Da Therapie in erster Linie aus Bewegung besteht, wurde der Name der App sicherheitshalber mit einem militärischen Unterton ausgestattet: auf!

Für 22 Tage wurde sie zu einer der meistgenutzten App.
Diese App bestimmte unseren Aufenthalt in Warmbad Villach. Sie entschied, wann und wo man sich befinden sollte. Die meiste Zeit rannten wir im Josefinenhof hin und her, vom Fitnessraum in den Seminarraum, vom Seminarraum in den Gruppentherapieraum, vom Gruppentherapieraum in den Keller, vom Keller ins Hallenbad, vom Hallenbad zu den Räumlichkeiten der Physiotherapeuten. Mal in dieser Reihenfolge, mal in einer anderen.
Und oft ging es auch vom Josefinenhof in das Thermal-Urquellbecken.
Das Erreichen der täglichen 10.000 Schritte wird hier zu einem leicht erreichbaren Ziel.
Josefinenhof-Therapieräumlichkeiten

Für manche wohl der unbeliebteste Raum: der Fitnessraum. Hier wird Ausdauer trainiert.


Für Nicole Schwarzbier ist dieser Raum allerdings einer der beliebtesten, sie kann es kaum erwarten, auf dem Rad zu sitzen. Vielleicht motiviert sie zum Strampeln das Hintergrundbild mit dem Namen „Dickköpfiger Läufer“ vom Künstler Ondrej Kohout?

Vom Ergometer hat man eine optimale Sicht auf die nächste Therapieeinheit: Krafttraining mit Geräten.

Vis-à-vis von der Kraftkammer befindet sich der Gruppentherapieraum.

Hier werden Einheiten wie Kraft-Sensomotorik ohne Geräte, Halswirbelsäule-Gymnastik oder Entspannungstraining absolviert.
Ist dies erledigt, geht es von dort in wenigen Schritten direkt zu den Einzel-Physiotherapieeinheiten.

Wem nach den Einheiten bisher nicht warm ist, der kann sich gegenüber den Physiotherapieräumlichkeiten bei der Teestation aufwärmen.

Rechts von der Teebar befinden sich eine Wasserbar und das Hallenbad. Hier wird Unterwassergymnastik betrieben.

Weniger anstrengend geht es im Hauptgebäude des Josefinenhofs zu.


Neben der Rezeption kann man im Foyer gemütlich sitzen und auf die nächste Therapieeinheit warten.

Nach dem Foyer führen Treppen zu den wohl angenehmsten Verfahrensseinheiten.

In der Ordination wird zwar nicht geheilt, aber dafür verordnet. Der Arzt bestimmt nach dem Kennenlernen dein Heilverfahren.

Und da ist der angenehmste Ort. Gleich gegenüber der Therapierezeption wartet auf dich zum Beispiel Parafango, Heilmassage, Ultraschall-Elektrotherapie, Zellenbad-Elektrotherapie und Hydrojet (siehe Bild unten).

Wer noch weiter entspannen will, der steigt wieder die Treppen hoch und biegt nach links in die Kaminbar ab.


Und erholt sich bei einem Glas Alkohol oder Nicht-Alkohol.
Es dürfen jedoch die zahlreichen Workshops nicht vergessen werden. Diese werden ebenfalls im Josefinenhof absolviert.

Thermal-Urquellbecken in Warmbad Villach
Das Bad im Thermal-Urquellbecken ist ein wesentlicher Bestandteil des Kurheilverfahrens und zugleich die einzige Einheit – außer bei ärztlich verordnetem Nordic Walking –, für deren Absolvierung das Kurhotel Josefinenhof verlassen werden muss.
Es befindet sich ein paar Meter entfernt, neben dem Hotel Warmbaderhof, im Thermal-Kurzentrum.

Hier steht die Zeit still. Die Euroeinführung ist am Thermal-Kurzentrum vorbeigegangen. Für manch einen, der mit dem Euro immer noch nicht zurechtkommt, kommt hier beim Kleiderkasten auf seine Kosten und kann seinen Schilling so wie damals weiterverwenden.

Nach der Einlassschranke führt der Weg in das Quellenbad.

Es wird direkt über dem Quellursprung geschwommen. Die Austrittsfläche ist so groß, dass ihr natürlicher Quellschacht als Hallenbad genutzt wird. Das Wasser wird als ein Calcium-Magnesium-Hydrogencarbonat-Typ bezeichnet und ist zwischen 24°C und 29°C warm.
Wellnessbereich im Josefinenhof
Zurück im Thermenpark Hotel Josefinenhof kann man sich im Saunabereich zu Ende garen lassen.

Dafür stehen, je nach Dauer, vier Vorrichtungen zur Verfügung:


Die Infrarotkabine und die Dampfsauna oder…


… die Biosauna und die Finnischesauna.


Hervorragend zum kurzen Abschrecken eignet sich das Eis aus der Eismaschine oder der Schnee vom Himmel.

Geruht werden kann dann auf zwei Ebenen.

Zimmer
Weiteres Ausruhen – sei es nach der Sauna, nach der Bewegung oder nach dem Essen – ist auch im Hotelzimmer gut möglich.


Über eine Treppe oder einen Aufzug geht es zu den Zimmern. Wie diese genau aussehen, lässt sich im ersten Bericht vor zwei Jahren nachlesen. Ein Klick auf den Link genügt, und schon öffnet sich der Beitrag.

Weil wir schon damals mit dem Zimmer sehr zufrieden waren, nahmen wir es wieder. Was passt, das passt!
Warmbad Villach Umgebung

Ab Samstagmittag bis Montagfrüh wird nicht therapiert. In dieser Zeit lohnt es sich, die Umgebung von Warmbad Villach zu erkunden.
In der kalten Jahreszeit herrscht oft ein Wechselspiel aus Sonne und Nebel, das das Areal in eine mystische Gegend verwandelt und die Schönheit dieser Natur betont.

Nach dem Durchqueren des Schützen-Parks und des Waldes beim Josefinenhof gelangt man zur Schützen-Wiese:

Danach erwarten dich Hügelgräber auf der Napoleonwiese:


Falls du weitergehst, wirst du auf den alten Römerweg stoßen:


Wer bereits auf den Spuren der Römer unterwegs ist, sollte gleich zur Römerquelle weitergehen:

Last but not least muss noch das Maibachl, ein paar Meter vom Josefinenhof entfernt, erwähnt werden. Ein wahres Highlight! Wenn es fließt.

So ist es halt nur eine trockene G’schicht.

Wie schön das Maibachl wirklich sein kann, davon kannst du dich gerne in unserem ersten Bericht überzeugen.
Speisesaal und seine Speisen
Nun kommen wir zum letzten Drittel unseres Kurberichtes, zum wohl essenziellsten Teil, dem Essen!
Auch wenn das Hotel noch so schön ist, die Therapie noch so gut ist, die Mitarbeiter noch so freundlich sind: Wenn das Essen nicht passt, dann ist die Kur zum Vergessen. Nur der Geschmack der Speisen entscheidet, ob der Kuraufenthalt erfolgreich war!
Vorab sei erwähnt: Unser Kuraufenthalt war noch erfolgreicher als beim ersten Mal. Das Essen schmeckte uns noch etwas besser!

Der Speisesaal liegt am hintersten Ende des Hauptgebäudes, gleich nach der Bar. Für Bewohner des Nebengebäudes kann der Gang dorthin schon als Therapieeinheit bezeichnet werden. Die man aber gerne absolviert. 😉


Und so wird gesessen.
Frühstück

Für gewöhnlich beginnt der Frühstückaufbau an dieser Station. Danach wird das Buffet umkreist:

Und am Obst- und Eiertisch vorbeigeschaut:

Schlussendlich wird Platz genommen.

Und die Speisen für den nächsten Tag vorgelesen. Gewählt werden kann zu Mittag und zu Abend immer zwischen Vital und Klassisch.
Unsere erste Wahl fiel hauptsächlich auf Klassisch.
In den nächsten Kapiteln werdet ihr eine lange Liste an Speisen sehen, die für uns so gekocht wurden.
Mittagessen
Suppe
















Hauptgang





















Nachspeise






Das Abendessen
Suppe




Hauptgang






















Nachspeise







Weihnachtsmenü

Der Aufenthalt über die Weihnachtsfeiertage bietet einige Vorteile: Du musst dich etwa nicht um den Christbaumkauf und um das Schmücken kümmern. Du musst nicht kochen und du musst nicht abwaschen. All das übernimmt für dich die Kuranstalt!

Am festlich gedeckten Tisch wurde uns als Starter Ziegenfrischkäseterrine auf Wildkräutersalat serviert.

Danach folgte eine Wildbouillon mit Sherry, dazu Gemüseperlen und Eistichsterne.

Als Hauptgang gab es gegrilltes Schweinefilet in Pfefferrahmsauce mit Duchessekartoffeln und Röstgemüse.

Der feierliche Tag wurde dann mit einem Lebkuchenmousse auf Sauerkirschragout beendet.
Warmbad Villach bei Nacht
Nach jedem Abendessen drehten wir noch ein paar Verdauungsrunden im Warmbad Villach.

Die Adolf-Schärf-Statue im Schützen-Park wacht über den Josefinenhof. Wieviele Gäste hat er schon an- und abreisen gesehen?


Kapelle Heiligste Dreifaltigkeit und das Schneeweib im Schützen-Park in Warmbad Villach.


Der Warmbaderhof und das Kurzentrum Therme Warmbad.
Und so steht alles still und zugleich in Bewegung: das Licht, das flimmert, der Dampf, der wandert, und die Nacht, die alles umarmt.
Fazit
Wir kamen zur Kur, wurden durchgeplant, durchbewegt und durchgefüttert – und würden es jederzeit wieder tun!
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