„Potrefená Husa“ bedeutet auf Deutsch in etwa „getroffene Gans“ oder „angeschossene Gans“ und gehört zur Brauerei Pivovary Staropramen.
Nicht nur die Gans wurde getroffen, sondern auch mein Geschmack! Vor allem die Mittagsmenüs haben es mir angetan. Jedes Mal, wenn ich nach Südböhmen fahre, ist ein Zwischenstopp hier Pflicht. Ich informiere mich schon vorab auf deren Homepage über die Mittagsmenüs, damit ich genug Zeit habe, um zu überlegen, welches von den vier Menüs ich bestellen werde.
Oder bestellen w ü r d e. Denn ich schaue mir die Menüs auch an, wenn ich gar nicht dort bin! Ja, so gerne mag ich Potrefená Husa.

Interieur







Die große Sommerterrasse mit Blick auf das ruhige Flussarmstück der Malše lädt zum Studieren der Speisekarte ein, oder besser gesagt zum Überprüfen, ob die Karte mit der im Web übereinstimmt.
Die getroffene Gans setzt auf klassische tschechische Küche – modern interpretiert. In der Speisekarte finden sich sowohl traditionelle Gerichte als auch internationale Optionen.
Und ich setze vor allem auf Mittagsmenüs!
Vorspeisen





Staropramen wurde mehrmals verkauft. Ab 1996, als die britische Bass Company Staropramen übernahm, begann für die Brauerei eine turbulente Reise durch internationale Konzernhände, die sie später über InBev-Strukturen bis hin zur Private-Equity-Firma CVC und schließlich 2012 zur Molson-Coors-Gruppe führte. Man könnte sagen, Staropramen wurde dabei behandelt wie ein besonders beliebtes Fass Bier: Jeder wollte mal daran drehen, bevor es schließlich im nordamerikanischen Kühlschrank von Molson Coors landete.
Im Zuge der Übernahmen hielt eines meiner Lieblingsbiere Einzug auf der Getränkekarte von Potrefená Husa. Das Hoegaarden – ein belgisches Bier. Ich kannte dieses Bier von meinen zahlreichen Belgienreisen.
Hoegaarden schmeckt wunderbar leicht und erfrischend: ein naturtrübes, belgisches Witbier mit sanfter Zitrusnote, einem Hauch von Koriander und dieser typisch weichen, cremigen Textur, die fast wie ein kleiner Sommerurlaub im Glas wirkt. Es ist weniger bitter als viele andere Biere, dafür aromatischer und fruchtiger.
So trifft Belgien auf tschechische Kost!
Hauptspeisen










Last but not least die wohl berühmteste Speise Tschechiens: Svíčková.
Die charmante Altstadt von Budweis


Nach dem üppigen Essen sollte man ruhen oder tausend Schritte tun. Ich entscheide mich für die Schritte und tauche in die historische und künstlerische Altstadt ein.

Budweis, auf Tschechisch České Budějovice, wurde im 13. Jahrhundert als königliche Stadt gegründet und entwickelte sich schnell zu einem wichtigen Handels- und Verwaltungszentrum Südböhmens. Seine strategische Lage an den Flüssen Moldau (Vltava) und Maltsch (Malše) förderte Handel, Handwerk und später auch die berühmte Brautradition.
Und ja, für welches Bier ist Budweis bekannt? Für das Budweiser natürlich! Das stammt von hier und nicht aus den USA. Interessanterweise findet man es kaum in den Kneipen. Aber ich hatte schon genug Bier und sehe mir lieber die Altstadt an.

Hier das prächtige Rathaus mit seinen Türmen und den kunstvollen Wappen. In den umliegenden Gassen wechseln sich charmante Stadthäuser und versteckte Innenhöfe ab.

Der großzügige Marktplatz mit seinen pastellfarbenen Fassaden.

Nach der Sightseeing-Tour tauche ich wieder auf und gönne mir zum Abschluss ein für Tschechien typisches Softeis. Farblich passend zu der Mütze wähle ich ein gemischtes Eis, Vanille-Orange.

AHOJ!
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