Im letzten Teil unserer Reise bleiben wir in Queensland, an der Ostküste Australiens. Es geht von Brisbane nach Palm Cove und zurück.
Der ganze Roadtrip in Australien dauerte 80 Tage. Wie fuhren die Ostküste entlang. Über 7.000 km legten wir zurück und übernachteten in 20 Unterkünften, zwischen Sydney und Cairns, von Februar bis Mai 2023.
Inhalt
Roadtrip Route Ostküste Australien (Teil 3)
Unsere Stationen: Shelly Beach Motel in Hervey Bay, Casa Nostra in Rockhampton, Tasman Holiday Park in Airlie Beach, Beach House Motel in Townsville, The Reef Retreat Palm Cove bei Cairns, Queens Beach Tourist Village in Bowen, Casa Nostra in Rockhampton, Alexandra Headland in Sunshine Coast.
Hervey Bay
Wir waren schon einmal da. Im Jahr 2006 blieben wir ein paar Tage und flogen von hier nach Lady Eliot, eine kleine Insel im Great Barrier Reef, um zu schnorcheln. Aber diesmal waren wir nur auf der Durchreise und übernachteten in Hervey Bay eine Nacht nur der Erinnerung halber.
Unterkunft
Es war nicht die Unterkunft von damals, die hatte nichts frei. Aber diese war, für ein Motel, auch OK. Shelly Beach Motel.





Adresse: 510 Esplanade, Urangan QLD 4655, Australien
Preis: Zweibettzimmer – 160 AUD/Nacht (ca. 100 EUR). Gebucht über Booking.com App.
Eindrücke


Es war romantisch!
Rockhampton
Geplant war nach Hervey Bay direkt nach Airlie Beach zu fahren, aber da der Weg zu lang schien, haben wir uns entschlossen einen Übernachtungsstopp einzulegen. Doch der scheinbar lästige Zwischenstopp erwies sich als ein Glücksgriff.
Unterkunft
Für das Glücksgefühl war neben der neuerbauten Unterkunft Casa Nostra, welche fast mitten in der Natur am Rande von Rockhampton liegt, vor allem der tägliche Besuch der Kängurus verantwortlich. Aus diesem Grund kamen wir bei der Rückreise nochmal für drei Nächte hier her.










Adresse: 1016 Yaamba Rd, Parkhurst QLD 4702, Australien
Preis: King Villa – 155 AUD/Nacht (ca. 96 EUR). Gebucht über Booking.com App.
Essen und Trinken in der Nähe
Da die Unterkunft am Rande der Stadt liegt, ist die Umgebung nicht mit Pubs und Restaurants übersät. Deshalb haben wir uns immer etwas zu Essen aus dem Zentrum geholt und im Garten, mit Blick auf die Kängurus, gespeist. Apropos Speisen: hier haben wir zum ersten Mal die Kette Guzman y Gomez ausprobiert, eine mexikanische Kette. Große Mengen, normale Preise und hervorragender Geschmack – die beiden Herren wurden für den Rest der Reise zu unseren besten Freunden.
Eindrücke






Zu den täglichen hüpfenden Besuchern mischten sich auch ein paar Pferde hinzu. Die kamen aber nicht so nah.

Ausflug nach Yeppon
Nur 40 km entfernt befindet sich die Küstenstadt Yeppon, bekannt für ihre Strände, erzählte uns die Managerin von Casa Nostra.





Die Strände waren wirklich schön.


Essensfreude bei Lure Living.
Airlie Beach
Wenn man schon mal in Queensland ist, dann sollte man unbedingt die Whitsunday Inseln mit ihren schneeweißen Stränden und türkisblauen Meer besuchen, sagten einige Bekannte von uns. Sie träumen immer noch davon. Wir wollten auch solche Träume haben. Airlie Beach war der ideale Ort, von dort starten unzählige Ausflüge ins Paradies.
Der Strand ist jedoch nur schneeweiß und das Meer türkisblau, wenn die Sonne scheint. An dem Tag, wo wir fahren wollten, war es hauptsächlich stark bewölkt und etwas regnerisch. Wir verzichteten somit auf den Ausflug und blieben nur in Airlie Beach.

Schwimmen wird nicht empfohlen. Nur in einem Netz, wie hier in Cannonvale Beach (aber auch nur bei Flut):

Unterkunft
Wie schon oft auf der Reise, wurde ein Caravan Park zur Herberge. Diesmal war es für drei Nächte der Tasman Holiday Parks – Airlie Beach.




Adresse: 1 Jubilee Pocket Rd, Airlie Beach QLD 4802, Australien
Preis: Premium Garden Villa – 151 AUD/Nacht (ca. 93 EUR). Gebucht über Booking.com App.
Eindrücke

Im Botanischen Garten in Sydney war das Füttern verboten, hier aber nicht. Somit konnten wir gemeinsam frühstücken.




Permanente Bewohner. Sie benehmen sich auch so. Ihr Platz. Wehe, wenn man zu nahe kommt!

Für viele das Highlight des Tages; Vögelfütterung – viel Essen, viel Geschrei.
Essen und Trinken in der Nähe
Vis-a-vis vom Caravan Park, also nur ein paar Meter entfernt, steht die Jubilee Tavern. Gegessen haben wir dort zwar nicht, aber das Happy Hour Bier hat gut geschmeckt.

Blick auf den Tasman Holiday Park, hinter den Bäumen.
Townsville
Wir haben uns in dieser Stadt sofort wohlgefühlt. Für die positive Stimmung sorgte vor allem der gelbrote Berg Castle Hill, welcher über der Stadt thront und die Uferpromenade. Leider blieben wir nur eine Nacht. Verlängern konnten wir nicht mehr, die letzten Tage der Reise waren schon verplant. Pech. Aber das nächste Mal bleiben wir definitiv länger!

Unterkunft
Das Beach House Motel an der Uferpromenade hatte auf Google Maps gute Bewertungen. Ein Argument!
Es war sauber, nett eingerichtet, aber etwas klein. Für eine Nacht jedoch vollkommen ausreichend.







Adresse: 66 The Strand, North Ward QLD 4810, Australien
Preis: Studio – 155 AUD/Nacht (ca. 95 EUR). Gebucht über Booking.com App.
Essen und Trinken in der Nähe
Wie gewöhnlich waren wir auf der Suche nach einem Happy Hour Bier. Zu unserer Überraschung gab es entlang der Promenade kein Lokal mit diesem speziellem Angebot. Das war die erste Stadt, wo wir traurig wurden. Ob wir wirklich nochmal irgendwann hier her zurückkehren sollen?
Bezüglich Essen: zum Glück gab es einen Guzman y Gomez in der Stadt, der uns die Traurigkeit über nicht getrunkene Happy Hour Biere vergessen ließ. Beim Verspeisen der Burritos im Innenhof des Motels wurde unser Appetit jedoch von einer leicht angetrunken Nachbarin, einer Reichsbürgerin, die uns mit ihren Verschwörungstheorien lautstark ins Essen spie, getrübt.
Eindrücke

Ein paar Schritte vom Motel entfernt, das Meer. Aber nur schauen oder Gymnastik betreiben, Schwimmen sollte man lieber sein lassen.

Im Netz ist es schon ein wenig sicherer. Aber nicht 100%.

Wer glaubt, hier in dem Becken sei man von den bösen Quallen gefeit, der irrt. Das Wasser wird zwar, wenn es vom Meer gepumpt wird, durch ein Sieb gefiltert, doch können die ganz kleinen und giftigen Quallen auch durchschlüpfen, verriet uns eine Hinweistafel.
Nach kurzem Zögern sind wir reingesprungen!

Erst wenn die Sonne im Laufe des Tages weitersteigt, wird der Baum zum Schattenspender.

Panoramablick.
Palm Cove – Cairns
Palm Cove liegt ca. 30 km nördlich von Cairns. Palmen, wie der Name schon sagt, sind ein Hauptbestandteil dieser Ortschaft. Ich, Nicolas Mikulas, war schon mal hier, 1997, also lange her. Die schönen Erinnerungen zogen mich wieder zurück in diesen Teil Australiens. Damals verbrachte ich zwei Wochen in Palm Cove, döste am Strand, spazierte im ältesten Regenwald, schwamm im Wasserfall und schnorchelte am Great Barrier Reef. Nun wollte ich all das mit meiner Frau erleben.

Unterkunft
Über Airbnb fanden wir für eine Woche eine wunderbare Unterkunft im The Reef Retreat Palm Cove. Sie liegt sehr nah an der Uferpromenade.

Die Zimmer erreicht man von außen über Holzstege. Baumhaus Feeling.





Tropischer Swimmingpool.
Adresse: 10/14 Harpa St, Palm Cove QLD 4879, Australien
Preis: Ganzes Apartment – 77 EUR/Nacht. Gebucht über Airbnb.
Essen und Trinken in der Nähe

Entlang der Uferpromenade gibt es einige Restaurants bzw. Pubs. Wir waren natürlich wieder auf der Suche nach einem günstigen Bier und fanden es bei Ruttle n Hum. Darüber hinaus gab es neben Happy Hour Biere auch gutes Essen zu normalen Preisen.


Eindrücke
Die meisten kommen nach Cairns, um mit dem Boot das Unterwasserleben am Great Barrier Reef zu erkunden. Das war auch unser Plan. Doch starker Wind und immer wieder einsetzende Regenschauer trübten die Sicht im Meer. Die nicht idealen Bedingungen, die Aussagen mancher Einheimischer, dass die Vielfalt der Fische in den letzten Jahrzehnten stark zurückging und vor allem der hohe Preis (ca. 400 EUR für einen Tag), hielten uns davon ab ein Boot zu besteigen. Ich, Nicolas, war im Jahr 1996 am Great Barrier Reef und war sehr angetan. Jedoch war ich danach auch am Korallenriff in Eilat (siehe auch unser Israel Reisebericht) am Roten Meer. Und es war fast genauso schön. Darüber hinaus muss man in Eilat für einen Korallenriff Besuch nichts zahlen, denn es ist gleich am Strand – von der Liege bis zum Riff sind es zehn Meter!
Somit erkundeten wir nur das Landesinnere und eine Krokodilfarm.

Warnhinweistafel am Strand von Palm Cove. Ob jemand schon mal gleichzeitig von beiden erwischt worden ist?

Die Australier denken an alle! Die Hunde dürfen sich hier frei bewegen. Damit die Krokodile nicht verhungern.

Nicht umsonst heißt der Regenwald Regenwald. Dieser hier ist, nebenbei erwähnt, der älteste Regenwald auf Erden.


Der Wasserfall Baron Falls befindet sich etwa 30 km von Palm Cove.


Der Kuranda Zug. Eine weitere Attraktion und in der Nähe von Barron Falls. Allerdings sind wir nicht in die nostalgische Bahn eingestiegen, wir haben sie nur von außen betrachtet. Reichte auch.


Allerdings haben wir dieses Boot am Fluss Barron bestiegen. Es war aber das Geld nicht wert. Wir sahen nur Schildkröten und die Regenwaldseilbahn.

Ausgezahlt hatte sich hingegen der Eintritt in Hartley`s Crocodile Farm, nördlich von Palm Cove. Wäre es nicht unser letzter Tag, hätten wir noch zwei weitere Tage kommen können. Der Eintrittspreis gilt für drei Tage.


Brave Anakonda. Und nicht so nette Krokodile. Alle hier eingesperrten Krokodile sind Problemtiere, sagte man uns. Sie haben sich an Haushunden vergangen und wollten damit nicht aufhören.


Aber, es verweilen nicht nur diese Urzeittiere, sondern auch…



… freche Vögel, zu sehr an Menschen gewöhnte Koalas und verlassene Beuteltiere…

… sowie Gassi gehende Wombats hier.
Bowen
Auf dem Weg zurück nach Rockhampton legten wir einen Zwischenstopp für eine Nacht im einsamen Bowen ein. Auf Wikipedia findet man wohl die beste Beschreibung für diese Kleinstadt: Bowen ist ein Anbaugebiet für Tomaten, Paprika, Kürbisse und Mangos.
Die einzige Attraktion ist die zehn Meter hohe Mango am Bruce Highway, genannt „The Big Mango„. Es ist also viel los hier.

Unterkunft
Wie schon oft, buchten wir wieder eine Hütte in einem Caravan Park – Queens Beach Tourist Village.





Adresse: 160 Mount Nutt Rd, Bowen QLD 4805, Australien
Preis: Villa mit Poolblick – 119 AUD/Nacht (ca. 73 EUR). Gebucht über Booking.com App.
Eindrücke


Ein schöner einsamer Strand und der Besuch der Kusus auf der Veranda im Caravan Park waren, neben „The Big Mango“, die einzigen Eindrücke.


Die Reifenpanne
Nach Bowen kamen wir wieder in Rockhampton an und verbrachten drei Nächte mit den altbekannten Kängurus in Casa Nostra (siehe auch oben). Danach ging es zu unserer letzten Etappe an die Sunshine Coast. Auf der Fahrt dorthin geschah dann die Panne.


Seit dem Vorfall in Israel mit einem Mietauto, wo ich nicht den Inhalt des Kofferraums überprüft habe, lege ich großen Wert, jedes gemietete Fahrzeug genau zu inspizieren. Damals stand ich mit einem kaputten Reifen bei 48 Grad im Schatten (es gab aber keinen Schatten) in der Wüste Negev, ohne einen Autoheber da. Zwar konnte ich einen an einer Tankstelle ausborgen, doch das Wechseln der Räder dauerte, aufgrund fehlender Übung, ziemlich lange – ich verlor fast vier Liter Schweiß.
Seit Israel stecke ich bei meinem eigenen Auto die Winter- und Sommerreifen selbst um.
Dank dieser Übung zu Hause war der Ersatzreifen innerhalb von 5 Minuten drauf! Während der Panne hielten sechs vorbeikommende Fahrzeuge und boten ihre Hilfe an. Die Australier lassen einen nicht im Stich!
Es war Sonntag, keine Werkstatt hatte offen und es lagen noch 400 km vor uns. Mit dem Notreifen durften wir nur höchstens 80 km/h fahren, was uns nicht gestört hätte, jedoch alle hinter uns.
Alexandra Headland – Sunshine Coast
Entspannen, Wellenreiten, Schwimmen und die Sonne genießen. Sunshine Coast, ein guter Ort dafür.
Es war bereits Herbst, die Temperaturen waren ideal, untertags angenehm warm, in der Nacht schon kühler. Hier blieben wir sechs Nächte, die letzten Tage in Australien.

Unterkunft
In Alexandra Headland fanden wir auf Airbnb in der Nähe des Strandes ein schönes Apartment.











Adresse: 112 Alexandra Parade, Alexandra Headland QLD 4572, Australien
Preis: Ganze Unterkunft – 100 EUR/Nacht. Gebucht über Airbnb.
Essen und Trinken in der Nähe
Gleich über der Straße gibt es paar Möglichkeiten um den Hunger und Durst zu stillen, und große Einkaufzentren befinden sich nur ein paar Autominuten entfernt.


Zum Frühstück am Balkon holten wir uns etwas Gebäck von La Petite Souris. Nur ein paar Schritte entfernt.


Weitere Schritte entfernt liegt das Alexandra Headlands Hotel, eine typisch australische Kneipe mit normalen Kneipenessen und guten Happy Hour Bier.
Eindrücke



Perfekte Surfbedingungen. Falls man die Welle erwischt.

Am südlichen Ende ist das Meer ruhig. Also ideal zum Schwimmen.


Ende der Reise. Das war`s in Australien. Fast drei Monate sind zu Ende.
Abflug
Am nächsten Tag ging es von der Sunshine Coast direkt zum Flughafen in Brisbane. Die Fahrt dauerte etwas über eine Stunde. Zum Glück ohne Panne.

Warten auf den Abflug.
Zwischenstopp Taipeh
Zwischen der Ankunft in Taiwan und dem Weiterflug nach Wien hatten wir 16 Stunden Zeit. Dies war eine gute Gelegenheit ein Angebot vom Airport Hotel Novotel anzunehmen. Fluggäste von China Airlines erhielten 50% Rabatt auf alle Buchungen.
Unterkunft




Der Pandabär nahm einen Großteil des Zimmers in Anspruch.






Für ca. 9 EUR erhielten wir ein erstklassiges Frühstücksbuffet.
Adresse: No. 1-1, Hangzhan S Rd, Dayuan District, Taoyuan City, Taiwan 337
Preis: Standard Zimmer – 90 EUR/Nacht inkl. Frühstücksbuffet. Gebucht per Email.
Ankunft

Da sind wir wieder. Leider. Aber wir kommen zurück! Irgendwann.
Nun muss man sich wieder an das Fahren auf der richtigen Seite gewöhnen.
Das Video zu diesem Bericht
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